Lerncoaching mit System

Hoite is Montak

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Die Freie Presse nahm sich gestern mal wieder des Themas Rechtschreibung an. Es ist eine Kathastrophe, was an Grundschulen passiert. Der Lehrer darf die Methode nach der er unterrichtet, frei wählen. Wenn man Glück hat, erwischt man einen Lehrer, der mit der s.g. Anlauttabelle, bekannt auch als Schweizer Modell, arbeitet und die Kinder erst einmal schreiben lässt, wie sie wollen. Angeblich fördert das die Kreativität.
Nein! Es fördert allenfalls eine kreative Rechtschreibung! Diese Fehler dann später wieder zu beseitigen, fordert den Kindern unendlich viel Mühe ab. Ich weiß, wovon ich hier spreche, denn ich arbeite mit diesen Kindern. Nicht nur ihre Rechtschreibung ist problematisch, sondern auch ihr Selbstwertgefühl leidet erheblich.
Die deutsche Sprache ist nur zu rund 45% lautgetreu. Das heißt, diese Wörter werden geschrieben, wie sie gesprochen werden. Für alle anderen Wörter sind auditiv geprägte Lehrmethoden schlichtweg nicht zielführend. Lesen und Schreiben sind visuell. Man kann sich getrost die Ohren zuhalten und trotzdem kann man lesen und schreiben.
Aber, wenn es ganz kritisch wird, belibt ja noch die Möglichkeit, den Kindern den Stempel „LRS“ zu verpassen.

http://www.freiepresse.de/RATGEBER/FAMILIE/Schreibenlernen-Hoite-is-Montak-artikel9664434.php

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